Speisewassermengen-Messung
Präzise Überwachung für einen sicheren Kesselbetrieb
Im Rahmen unserer Beitragsreihe „Bauteile einer Kesselanlage und ihre Funktion“ stellen wir Ihnen heute ein zentrales, wenn auch unscheinbares Bauteil vor: die Speisewassermengen-Messung.
Die Messung dient der präzisen Erfassung der zugeführten Speisewassermenge in den Dampfkessel. Durch diese kontinuierliche Erfassung wird sichergestellt, dass der Wasser- und Dampfhaushalt der Kesselanlage zuverlässig überwacht und bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Dies ist eine wesentliche Grundlage für den sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Betrieb einer Dampfkesselanlage.
Bei dieser Messung wird in der Regel ein Durchflussmesser direkt in die Speisewasserleitung integriert. Wir bei Hagelschuer setzten dabei Geräte ein, die nach dem Vortex-Messprinzip arbeiten:
- In der Rohrleitung wird ein sogenannter Bluff Body (Störkörper) installiert.
- Das durchströmende Medium (Speisewasser) bildet hinter diesem Störkörper abwechselnd auf beiden Seiten Wirbel – die sogenannte Kármánsche Wirbelstraße.
- Ein Sensor erfasst die Frequenz dieser Wirbel. Aus der gemessenen Wirbel-Frequenz wird der aktuelle Volumenstrom berechnet.
Das Vortex-Messprinzip bietet mehrere Vorteile:
- Wartungs- und verschleißarmer Betrieb durch das Fehlen beweglicher Teile.
- Hohe Messgenauigkeit bei gleichzeitig geringer Störanfälligkeit.
- Langzeitstabilität der Messergebnisse.
Durch den Einsatz dieser Technologie wird die Prozesssicherheit erhöht und die Betriebsführung der Dampfkesselanlage optimiert. Sie möchten mehr über das Thema Speisewassermengen-Messung erfahren oder benötigen eine individuelle technische Beratung?
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